Der AStA unterstützt die Forderung nach Hochschulstipendien für Flüchtlinge.

Der AStA der Universität Duisburg-Essen unterstützt den Appell nach Hochschulstipendien für Flüchtlinge aus Syrien.

(Die Pressemitteilung vom 20.08.2014 als PDF)

Durch den anhaltenden Krieg in Syrien sind 9 Millionen Menschen auf der Flucht, unter ihnen auch tausende Studierende. Sie haben nicht die Möglichkeit ihr Studium fortzuführen, geschweige denn in Frieden und Sicherheit zu leben. Der nun unter http://fluechtlingsstipendien.de/ veröffentlichte Appell fordert das Auswärtige Amt, den DAAD und die wissenschaftlichen und politischen Stiftungen dazu auf, ein Stipendienprogramm für Flüchtlinge aus Syrien einzurichten. Ein durch ein Stipendienprogramm ermöglich-tes Studium an deutschen Universitäten würde den syrischen Studierenden nicht nur Schutz bieten, es würde auch einigen jungen Menschen die teils lebensgefährliche Flucht über das Mittelmeer ersparen. Zudem gibt es keine eine nachhaltigere Hilfe als Bildung, beim Wiederaufbau der Region wird es auf gut ausgebildete Menschen ankommen.

„Es kommt jetzt darauf an den Studierenden aus der Krisenregion möglichst schnell und unkompliziert ein Studium in Sicherheit zu ermöglichen“, so der AStA Vorsitzende Felix Lütke.

Unter den 205 Erstunterzeichnenden befinden sich auch Professor*innen der Universität Dusiburg-Essen, neben Prof. Dr. Anja Weiß und Prof. Dr. Lothar Zechlin auch Prof. Dr. Ute Klammer, Prorektorin für Diversity-Management und Internationales.

„Die Diskussion über Bildungsgerechtigkeit darf nicht an den eigenen Landesgrenzen aufhören. Viele junge Flüchtlinge aus Syrien mussten wegen des Krieges ihr Studium abbrechen oder konnten gar kein Studium beginnen. Jedes Stipendium, das hier vergeben werden kann, gibt einem jungen Menschen eine neue Bildungs- und Lebenschance und ist zugleich auch eine Chance für den Wiederaufbau des Landes“, so Prof. Dr. Ute Klammer.

Daher bittet der AStA auch alle Studierenden, den Appell zu unterzeichnen um zumindest einigen Sy-rer*innen ein Studium in Sicherheit zu ermöglichen. Angesichts von Residenzpflicht, Sammelunterkünften und einem praktisch nicht vorhandenem Asylrecht bleibt ein Stipendienprogramm jedoch nur eine sehr begrenzte Hilfe.