AStA ist LPO2003-Fristverlängerung nicht ausreichend genug

Am 20. April verabschiedete der Landtag NRW eine Novelle des Lehrerausbildungsgesetzes, durch die u.a. die Auslauffristen für Studiengänge nach der Landesprüfungsordnung (LPO) 2003 um ein Jahr verlängert wurden. Dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Universität Duisburg-Essen geht diese Änderung aber nicht weit genug.

Hierzu erklärt Nils Kriegeskorte, Referent für Hochschulpolitik: „Wir sehen die Verlängerung der Auslauffristen als einen Erfolg der im Bündnis ‚Fristen kippen‘ organisierten Studierenden, sowie der beteiligten Studierendenvertretungen. Ohne deren Engagement hätte es weder eine Fristverlängerung, noch die Implementierung von Härtefallregelungen gegeben. Auch wenn das jetzt beschlossene Gesetz eine Verbesserung darstellt, können wir es trotzdem nicht nur positiv sehen. Viele der betroffenen Studierenden werden ihr Studium nun zwar erfolgreich abschließen können, doch trotzdem ist die Zahl derer, die durch einen Wechsel ins Bachelor-System gezwungen werden, ihr Studium um mehrere Jahre zu verlängern, deutlich zu hoch. Dies hätte durch eine weitreichendere Auslauffrist, gegen die sich auch die Universitäten nicht aussprachen, vermieden werden können.“

„Hinzu kommt, dass die neu eingeführte Härtefallregelung höchst unsozial ist“ ergänzt Chelsea Weedall, Referentin für Sozialpolitik. „Nur Personen, die höchstens 10 Semester über der Regelstudienzeit liegen, dürfen überhaupt einen Härtefallantrag stellen. Studierende, die beispielsweise aufgrund von eigenen Kindern oder der Pflege von Verwandten eigentlich unter diese Regelung fallen würden und müssten, werden so davon ausgeschlossen. Ebenso Studierende, die in der Abschlussphase ihres Studiums krank werden. Es ist uns unbegreiflich, dass SPD und Grüne, die sich als soziale Parteien verstehen, eine solche Regelung beschließen. Wir hoffen, dass hier, notfalls auch mit Hilfe der Gerichte, nachgebessert wird.“

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