31.05.16 Antisemitismus und völkische Querfront (mit Jutta Ditfurth)

Am 31.05.2016 um 18:30 Uhr veranstalten wir einen Vortrag mit Jutta Difurth über Antisemitismus und die völkische Querfront. Eintritt ist frei! Der Raum wird noch bekanntgegeben.

„71 Jahre nach der Befreiung vom NS-Faschismus breitet sich in Deutschland die größte völkisch-antisemitisch-rassistische Bewegung seit 1945 aus. Die ‚Pegidas‘ – und als ihr parlamentarischer Arm die AfD – bringen abertausende ‚besorgte Bürger‘ auf die Straße, an die Universitäten und in die Parlamente. Ihre Praxis sind rassistische Mobilisierungen gegen Migrant*innen. Sie eint der Bezug auf das ‚Volk‘, das sich von ‚Überfremdung‘ bedroht sieht und dafür oft auch antisemitische ‚Erklärungen‘ findet. Teile der Mittelschicht reagieren auf die Weltwirtschaftskrise mit Überlebens- oder Abstiegsängsten, durch die Flucht in Rassismus, Antisemitismus und ins Autoritäre.

In dieser für Außenstehende unübersichtlichen Gemengelage entstanden Querfronten vom rechten, teils offen faschistischen Lager in die nationale, autoritäre Linke – auch in Teile der Linkspartei. Ein Vorläufer waren antisemitisch durchsetzten, vermeintlich linken ‚Mahnwachen für den Frieden‘ und der sog. ‘Friedenswinter‘, bei denen rechts und links kaum eine Rolle mehr spielte. Ihre vermeintliche Forderung nach Frieden nutzte dem Aufbau der völkischen Bewegung.“

-> Zur Facebook-Veranstaltung