„KKC: Es ist zu!“ – Wir fordern die Wiedereröffnung!

Seit September 2015 ist das Kunst- und Kulturcafé „KKC“ auf dem Universitäts-Campus Essen nun schon geschlossen. Es war jahrzehntelang als ein beliebter Treffpunkt für die Studierenden am Campus und darüber hinaus in ganz Essen bekannt. Ursprünglich vom AStA geführt, wurde es 2012 durch den „Skandal“-AStA unter der Führung des RCDS wenige Stunden vor der eigenen Abwahl zu einem Spottpreis an das Studierendenwerk Essen-Duisburg verscherbelt und seit diesem dubiosen Verkauf vom Studierendenwerk betrieben. Im September 2015 hieß es allerdings plötzlich: Zum Wintersemester machen die Türen des KKC nicht mehr auf. Gründe hierfür seien gravierende Mängel an der baulichen Substanz und Gefährdung der Angestellten. Dass der katastrophale Zustand des KKCs seit Jahren gebilligt wurde, ist kein Geheimnis. Warum die Geschäftsführung die Schließung augenscheinlich übers Knie brechen musste, ist für alle Beteiligten nicht nachvollziehbar.

Der AStA suchte umgehend das Gespräch mit dem Studierendenwerk. Diese laufen nun seit Oktober 2015, leider aber mehr als schleppend. Dazu AStA-Vorsitzende Joey Strasdat: „Wir sind unzufrieden mit der derzeitigen Lage. Vonseiten des Studierendenwerks werden Verantwortlichkeiten hin- und hergeschoben und die Arbeit der Studierenden wird wenig gewürdigt. Es wird mit Sachzwängen argumentiert, die eine früheste Wiedereröffnung erst in zwei Jahren möglich machen soll.“

Zwei Jahre Wartezeit sind dem AStA zu lang. Das KKC fehlt am Campus. Es bot den Studierenden tagsüber einen Treffpunkt zum Lernen und einen Ort, an dem man Pausen zwischen Lehrveranstaltungen gemütlich mit einem Kaffee und Freund*innen verbringen konnte. Abends war es ein Ort kultureller Vielfalt, mit immer wieder stattfindenden Poetry-Slams, Karaoke-Abenden oder auch Fachschaftspartys. Vor allem aber als studentischer Freiraum wird das KKC fehlen, als Ort, an dem Studierende ihre kulturellen Projekte veranstalten konnten und mitentscheiden können über das Programm, was ihnen geboten wird.

„Wir fordern daher eine schnelle Wiedereröffnung des KKCs!“, so Kulturreferentin Katharina Sonntag, „Wir fordern aber auch mehr Mitspracherecht für Studierende nach der Wiedereröffnung, damit das KKC wieder verstärkt das sein kann, was es sein sollte: Studentischer Freiraum!“. Eine studentische Initiative hat für den 12.05. bereits eine ganztägige Protestaktion geplant, um die Öffentlichkeit auf die Missstände aufmerksam zu machen.

 

-> Die Pressemitteilung gibt es hier.

-> Weitere Pressemitteilungen.

-> Radio-Interview zum KKC mit CampusFM

Artikel der ak[due]ll zu dem Thema:

-> Klappe zu, Kneipe tot?

-> KKC – Es ist tot?

-> Es ist immer noch tot