Rassismus im LehrerInnenzimmer

„Ich habe mich in dem Moment halt irgendwie komisch gefühlt!“ Vor dem Hintergrund der stetig wachsenden Anzahl von Schüler*innen mit Migrationshintergrund und ihrer Bildungsbenachteiligung im deutschen Schulwesen, wird die Erhöhung von Lehrkräften mit Migrationshintergrund im deutschen Schulsystem seit Jahren als bildungspolitische Forderung gestellt. Studien zur Bildungsbenachteiligung und Diskriminierungserfahrungen von Schüler*innen mit Migrationshintergrund gibt es etliche, doch wissenschaftliche Analysen zu den Ausgrenzungserfahrungen von Lehrkräften mit Migrationshintergrund im deutschsprachigen Raum, sind bislang eine Seltenheit.

Prof. Dr. Karim Fereidooni hat sich in seiner Studie: ,,Diskriminierungs- und Rassismuserfahrungen im Schulwesen‘‘, mit den subjektiv bedeutsamen Diskriminierungs- und Rassismuserfahrungen von Referendar*innen und Lehrer*innen mit Migrationshintergrund im deutschen Schulwesen beschäftigt. Dabei untersuchte er, ob und in welchem Ausmaß ReferendarInnen und LehrerInnen mit Migrationshintergrund an ihrem Arbeitsplatz Diskriminierung bzw. Rassismus erfahren und u.a. welche Bewältigungsstrategien (angehende) LehrerInnen anwenden, um trotz dieser Erfahrungen weiterhin als Lehrkraft tätig sein zu können.
Prof. Fereidooni stellt uns die Ergebnisse seiner Studie vor. Weiterhin wollen wir darüber diskutieren, was es bedeutet Lehrkraft mit Migrationshintergrund an deutschen Schulen zu sein und was getan werden muss, um Lehrer*innen mit Migrationshintergrund vor Diskriminierung und Rassismus im Berufsleben zu schützen.

Referent: Prof. Dr. Karim Fereidooni, Juniorprofessor für Didaktik der sozialwissenschaftlichen Bildung an der RUB
Datum: Mittwoch, 28.06.2017
Uhrzeit: 18-20 Uhr
Ort: Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Glaspavillon R12 S00 H12