Sticker "Anwesenheitspflicht abgeschafft"

AStA gegen Anwesenheitspflicht

Unsere Pressemitteilung zur geplanten Wiedereinführung der Anwesenheitspflicht:

Der Bericht zu den wissenschaftspolitischen Schwerpunkten der neuen nordrhein-westfälischen Landesregierung im Wissenschaftsausschuss beinhaltete Überraschendes: Wissenschaftsministerin Pfeiffer-Poensgen kündigte die Wiedereinführung von Anwesenheitspflichten an den Hochschulen in NRW an. Diese waren erst 2014 mit dem Hochschulzukunftsgesetz abgeschafft worden. Studierendenvertretungen hatten sich für die Abschaffung stark gemacht. Nun sehen sie die Freiheit von Studium und Lehre wieder bedroht. Dazu erklärt der Duisburg-Essener AStA-Vorsitzende, Marcus Lamprecht: „Wir wollen ein freies und selbstbestimmtes Studium für alle Studierenden. Viele Studierende haben Betreuungsaufgaben, engagieren sich oder müssen arbeiten, um sich ihr Studium leisten zu können.“

Die Studierendenvertretung kritisiert, dass der Landesregierung bisher ein wissenschaftspolitisches Konzept fehle. Nach den geplanten Studiengebühren für internationale Studierende sei dies nun bereits die zweite studierendenfeindliche Überlegung der Landesregierung. Auch internationale Studierende würden besonders getroffen, erklärt Carlotta Kühnemann, ebenfalls AStA-Vorsitzende an der Universität Duisburg-Essen. „Erst sollen sie zahlen, dann wird Anwesenheit verlangt, so dass ihnen Nebenjobs erschwert würden. Diese Pläne stehen der universitären Freiheit und der Vielfalt in Studium und Lehre entgegen,“ kritisiert Kühnemann.

Die Studierendenvertretung fordert die Wissenschaftsministerin auf, von diesen Plänen Abstand zu nehmen. Stattdessen will der AStA in einen gemeinsamen Dialog zur Verbesserung der Qualität von Lehre kommen.

„Weder mit diskriminierenden Studiengebühren noch mit Anwesenheitspflichten verbessern wir die Lehre,“ merkt Lamprecht abschließend an.