Ein Jahr nach der Wahl: AStA fordert Nein zu Studiengebühren Studierendenzahlen aus Baden-Württemberg alarmierend

Nachdem vor einem Jahr, am 14. Mai 2017, der nordrhein-westfälische Landtag neu gewählt wurde, fordert der AStA der Universität Duisburg-Essen nun endlich Klarheit in einer für ihn wichtigen Angelegenheit. Es geht um die Einführung von Studiengebühren für internationale Studierende, die seit einem Jahr zur Debatte stehen. Studierendenvertretungen hatten schon im Vorfeld der Landtagswahl Bedenken angemeldet. Am 21. November hatten dann circa 300 Studierende vor dem Düsseldorfer Landtag gegen die diskriminierenden Gebührenpläne demonstriert. Besagte Pläne orientieren sich am „Modell Baden-Württemberg“ und sehen Studiengebühren für internationale Studierende in Höhe von 1.500€ je Semester vor. In der vergangenen Woche machten nun zwei Meldungen Schlagzeilen. Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg gab einen Rückgang von 21% bei den Einschreibungen aus der betroffenen Gruppe bekannt. Darüber hinaus reichten zwei Studierende eine Verfassungsklage gegen die Gebühren ein. Der Duisburg-Essener AStA sieht nun dringenden Handlungsbedarf: „Wir wollen die Ungewissheit beenden. Die Landesregierung muss endgültig von ihren Gebührenplänen Abstand nehmen“, fordert Amanda Steinmaus, Referentin für Hochschulpolitik des AStAs. Die Zahlen aus Baden-Württemberg seien laut Steinmaus alarmierend. „Wir sehen uns durch die statistischen Daten bestätigt. Ein Fünftel weniger internationale Studierende sind ein schreckliches Szenario“, so Steinmaus weiter.

Durch Studiengebühren würden Hürden aufgebaut, die die Internationalisierung des Wissenschaftsstandortes NRW gefährden, so die Studierendenvertretung. Insbesondere die Universität Duisburg-Essen sei als sehr international ausgerichtete Universität davon betroffen. „Wir haben der Ministerin bei ihrem Antrittsbesuch an der UDE unsere Bedenken geschildert. Frau Pfeiffer-Poensgen sagte, sie wolle auf die Zahlen aus Baden-Württemberg warten“, berichtet AStA-Vorsitzender Marcus Lamprecht. Nachdem die Zahlen nun vorliegen, sei es an der Zeit die Pläne ad acta zu legen und mit den Studierenden in einen Dialog zum neuen Hochschulgesetz zu treten. „Die Ministerin muss Studierende ernst nehmen. Wir fordern Mitbestimmung und ein klares Bekenntnis gegen Studiengebühren“, so Lamprecht.