Vortrag über die „Identitäre Bewegung“

Die »Identitäre Bewegung« gilt als jüngstes subkulturelles Phänomen der extremen Rechten. Mit ihrem modernen und aktionistischen Auftreten sowie einer zeitgemäßen Sprache gelingt es ihr, völkischen Nationalismus wie Rassismus stilistisch hip zu verpacken. Zielgruppe sind hauptsächlich Jugendliche wie junge Erwachsene sowie insbesondere Studierende, die sie über spektakulär aufgemachte Aktionen und die sozialen Medien zu erreichen suchen.

Auch in NRW hat sich in den letzten Jahren eine »Regionalgruppe« der »Identitären Bewegung« gebildet, die zunehmend handlungsfähiger wird. Daneben agieren diese »Ortsgruppen« in ihren Städten und an den jeweiligen Universitäten mit verschiedenen Aktionen in der Öffentlichkeit.

Bei der Veranstaltung werden wir uns mit der Entstehung dieses Netzwerks, ihren Handlungsfeldern und Aktionsformen beschäftigen. Wir werden schauen, welche menschenverachtenden Weltbilder diese Bewegung vertritt und welche Stilistik und Rhetorik sie dabei benutzt. Insbesondere werfen wir einen Blick auf die Aktivitäten der »Identitären Bewegung« im Ruhrgebiet und an Hochschulen.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Tim Ackermann ist Soziologe und arbeitet als Bildungsreferent bei einem gewerkschaftlichen Bildungsträger in NRW.

Die Veranstaltung findet am 15. November um 18 Uhr in Hörsaal S05 T00 B83 am Campus Essen statt.