Vortrag „Völkermord an den Armenier*innen“

Dieser Schmerz betrifft uns alle – Der Völkermord an den Armenier*innen

Dem ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts in Europa sind 1,5 Millionen Armenier*innen in der osmanischen Türkei zum Opfer gefallen. Hinter dem von den osmanischen Machthabern als „Umsiedlung“ getarnten Vorhaben verbarg sich die systematische und planmäßige Vernichtung des jahrtausendealten Armenischen Volkes.

Die Türkei verweigert bis heute die Anerkennung des Genozides an den Armeniern und versucht durch Leugnung und Geschichtsverfälschung die armenischen Opfer als Täter darzustellen. Die Leugnung ist dabei nicht auf die Türkei beschränkt, sondern wird auch in Deutschland betrieben. Deutschland hat über 100 Jahre offiziell zum Völkermord geschwiegen. Anlässlich des 100. Jahrestags hat der Bundespräsident dieses Schweigen gebrochen. Der Bundestag hat 2016 in einer Resolution – entgegen der Leugnung – den Genozid anerkannt. Die Bundesregierung schweigt auch heute aus politischem Kalkül, um die Türkei nicht zu verärgern.

In seinem Vortrag wird der Referent die Auswirkungen der Leugnung des Genozides bis in die Gegenwart aufzeigen, den langen Weg bis zur Anerkennung in Deutschland darstellen und auf die Verhinderungsversuche der großen türkischen Migrantenverbände in Deutschland eingehen.

Der Referent: Ilias Kevork Uyar ist Rechtsanwalt und aktives Mitglied der zivilgesellschaftlichen Initiative Anerkennung Jetzt. Regelmäßig veröffentlicht er Arbeiten zu den Themen Genozid an den Armeniern, Türkei und Menschenrechte.
Erschienen ist von Uyar u.a.;
„Vereint in der Leugnung“
Taz vom 24.04.2017
https://gazete.taz.de/article/?article=%215403313&category=%21t5372561

Termin: Mittwoch 17.4.2019 ab 18.00 Uhr
Ort: Campus Duisburg LX 1203 (kleiner Hörsaal)