Studierendenvertreter*innen warnen: ÖPNV-Kürzungen schaden Studis und Stadt

Mülheim/Duisburg/Essen. Referent*innen des AStAs der Hochschule Ruhr West und des AStAs der Universität Duisburg-Essen warnen eindringlich vor den geplanten Kürzungsmaßnahmen beim Mülheimer ÖPNV. Betroffen sind mehrere Linien im Stadtgebiet, unter anderem auch die 901, die momentan noch vom Duisburger Hauptbahnhof über die Haltestelle Zoo/Uni bis zum Mülheimer Hauptbahnhof verkehrt. Ebenfalls soll die 104, eine wichtige Verbindung nach Essen, gestrichen werden und der Takt der U18 auf Mülheimer Gebiet halbiert werden.


„Die Maßnahmen werden den Studierenden schaden, aber in noch höherem Maße der Stadt Mülheim selbst“, so Amanda Steinmaus, AStA-Vorsitzende aus Duisburg-Essen. „Die Anbindung nach Duisburg und nach Essen sind für die Studierenden unserer Uni der Grund schlechthin, sich für Mülheim als Wohnort zu entscheiden. Andere Städte freuen sich über studentisches Leben und ergreifen Maßnahmen, um es zu fördern. In Mülheim möchte man die Studis hingegen lieber abschrecken.“


Kai Trybusch, AStA-Vorsitzender der Hochschule Ruhr West, pflichtet ihr bei: „Eine solch enorme Einschränkung des ÖPNVs schwächt den Hochschulstandort Mülheim. Die Verbindungen innerhalb der Stadt müssen stimmen! Das ermöglicht mehr Auswahl bei der Wohnungssuche und mehr Leben in der ganzen Stadt.“

Die Studierendenvertreterinnen wissen: Auch nicht-studentische Einwohnerinnen sind auf guten ÖPNV angewiesen. „Stadtgesellschaften zersplittern und günstigere Viertel werden zu isolierten Vierteln, wenn die Anbindung schlecht ist“, so Steinmaus. „Daher drängen wir auf ein Umdenken.“


Marc Schnell, Referent für Hochschulpolitik und Recht im AStA in Mülheim, gibt zudem die Debatte um Luftverschmutzung und Umweltschutz zu bedenken: „Auf lange Sicht ist ein drastischer Ausbau des ÖPNV vonnöten. Der Anteil des motorisierten Einzelverkehrs muss und wird sinken.“


Die beiden ASten repräsentieren zusammen rund 46.000 Student*innen und zahlen der Ruhrbahn im Jahr etwa 14 Millionen Euro im Rahmen des Semesterticket-Vertrags.

Weitere Infos ihr unter:
https://www.waz.de/staedte/duisburg/muelheim-will-sparen-duisburger-901-soll-am-zoo-umkehren-id225469065.html?fbclid=IwAR2yS6emWu0dgp7Vx0eVIExV07TmKFNBI5ipg6qiTWYiP0dLPTG8GTke3VE