WTF – Was ist emanzipatorische Solidarität?

Was ist emanzipatorische Solidarität?

Angesichts der gegenwärtigen Krisen erscheint Solidarität wie ein schillernder Gegenbegriff zu sozialer Spaltung, wachsender Ungleichheit und autoritärem Populismus. Dabei ist der Begriff zunehmend selbst Teil regressiver Praxis und wird etwa auch völkisch, nationalistisch oder rassistisch gewendet. Wie kann man zwischen progressiver und regressiver Solidarität unterscheiden? Und was wäre folglich die Möglichkeit für ein emanzipatorisches Verständnis von Solidarität?
Der Vortrag beharrt auf einer Deutung von Solidarität als dem zentralen Versprechen der Emanzipation, nämlich dem guten Leben für Alle. Dafür muss solidarische Praxis nicht nur auf abstrakter Gleichheit, sondern auf einer umfassenden Kritik der Gesellschaft gegründet sein. Gemeinsam soll daher diskutiert werden, was dies für für die gegenwärtige Situation und eine Praxis, die diese verändern will, bedeuten kann.

15.1.20
18-21 Uhr
Frei[]raum LF 016 (Campus Duisburg)