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Stupa und AStA unterstützen Petition #unirassismusfrei

Auf der Stupa Sitzung vom 19.11.2020 beschloss sich das Stupa und der AStA sich der Petition „Rassismus an Hochschulen in NRW dekonstruieren“ gerichtet an den Landtag NRW, alle Hochschulen in NRW, dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW anzuschließen.

Die Initiatorin sagt dazu:

„Man nehme etwas institutionellen Rassismus, fügt weiße Privilegien hinzu und herauskommen zwei weiße Dozierende, die rassistische Aussagen machen und dennoch ein Seminar zu „interkultureller Kompetenz“ leiten dürfen. Diese Erfahrung musste ich in diesem Semester machen, doch meine Erfahrung ist kein Einzelfall. Rassismus fängt eben nicht erst in der „rechten Ecke“ an, sondern schon viel früher und weitreichender. Der Rassismusan Hochschulen geht über individuellen Rassismusvon Dozierenden hinaus. Im deutschen Bildungssystem gibt es institutionellen Rassismus. Institutioneller Rassismus, das sind z.B. die Strukturen, diesystematische Benachteiligung, Ausgrenzung und ungleiche Zugänge & Ressourcenverteilung reproduzieren und aufrechterhalten. Während für BIPoC* der Zugang erschwert wird, werden weiße Menschen durch institutionellen Rassismus bevorteilt. Dadurch kommt es dannz.B. dazu, dass weiße Männer die Möglichkeit erhalten, das oben beschriebene Seminar zu leiten, nicht ausschlaggebend wegen der eigenen Kompetenzen, sondern weil ihnen Türen offen stehen, die anderen Menschen mit weniger Privilegien, aber z.B. deutlich mehr Expertise, verschlossen bleiben. Die eigenen Privilegien (weiße Privilegien, light-skin Privilegien) anti-rassistisch zu nutzen kann z.B. bedeuten, Zugänge und Raum für BIPoC zu schaffen, an Stellen, wo wir strukturell benachteiligt sind.“

Institutioneller und individueller Rassismus müssen an Hochschulen dekonstruiert werden, deswegen fordern wir:

-Die Einführung von Anti-Diskriminierungsstellen mit Expertise in Anti-Rassismuszugänglich an allen Hochschulen.

-Die Anstellung von BIPoC mit Expertise im Diversity Management.

-Die Erarbeitungund Umsetzung von Maßnahmenzum Abbau institutionell rassistischer Strukturen.

-Die Überarbeitung bestehender Maßnahmen unter Einbeziehung von BIPoC

-Öffentliche Updates und mehr Transparenz zu den Maßnahmen.

-Die Verpflichtung zur professionellen Aufarbeitung von Beschwerden in Bezug auf Rassismus anhand von Trainings/Selbstreflektionen/Beratun-gen/Gesprächen jeweils begleitet durch BIPoC mit Expertise.

-Die verpflichtende Teilnahme an (Weiter-)Bildungsmaßnahmenzu Anti-Rassismusfür alle Personen mit Lehr-, Ausbildungs-und Leitungsaufga-ben.(z.B. Trainings/Selbsteinschätzungs-/E-Learning-Tools)

-Die Durchführung der Trainings durch BIPoC mit entsprechender Exper-tise.

-Die Erarbeitung/Überarbeitung von Selbsteinschätzungs-/E-Learning-Tools, unter Einbeziehung von BIPoC mit entsprechender Expertise.

-Die transparente Überprüfung der fachlichen Expertise von Dozierenden, die Veranstaltungen zu z.B. Rassismus, Diskriminierung, soziale Ungleichheit, Diversität oder ähnlichesdurchführen wollen. Außerdem die Bemühung, diese Stellen mit BIPoC (auch universitäts-externe) zu besetzen.

#unirassismusfrei

*BIPoC steht für Black, Indigenous und People of Colo

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