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Studentischer Bundesverband fzs fordert Karliczeks Rücktritt / The Federal Association of student bodies (fzs) demands Karliczeks resignation

**English version below**

Der studentische Bundesverband fzs (freier zusammenschluss von student*innenschaften) hat die folgende Pressemitteilung als Reaktion auf Anja Karliczeks Ankündig eines Darlehens und Nothilfefonds für in Not geratene Studierende veröffentlicht.
Wir als AStA der Universität Duisburg-Essen unterstützen diese Forderungen!

Der fzs, der Bundesverband der Studierendenvertretungen, kann kaum fassen, was da nach zwei Monaten Krise als schnelle Soforthilfe verkauft werden soll. Das bittere Ergebnis nach dem ewigen Herumlavieren kann nur eins zur Folge haben: den Rücktritt von Ministerin Karliczek.


Vorstandsmitglied Amanda Steinmaus: „Eine Darlehenslösung ist gleichbedeutend mit Studienabbrüchen. Gerade Menschen aus nicht-akademischen Elternhäusern und internationale Studierende werden eher ihr Studium abbrechen als sich zu überschulden. Wie kann eine Bildungsministerin das zulassen? Insgesamt bedeutet das Darlehen ein Versagen des Sozialstaats gegenüber den Studierenden. Es darf nicht sein, dass sie sich verschulden müssen, um Miete und Essen zu bezahlen.“

Vorstandsmitglied Leonie Ackermann fügt hinzu: „Hinzu kommt: Wer soll von diesen 650€ leben? WG-Zimmer kosten schon im Durchschnitt 353 Euro Miete im Monat. Der Betrag ist überall kaum ausreichend. Wie soll ein Mensch erst in der teureren Hälfte der Hochschulstädte davon leben?“

Neben der Darlehenslösung wurde ein Nothilfefonds angekündgt. Dazu Steinmaus: „Die Darlehenslösung soll bis März 2021 greifen. Und der Nothilfefonds? Wohl kaum. 100 Millionen Euro für eine Million Studierende in Not? Dazu muss man nicht Mathematik studiert haben, es ist ein Witz. Noch dazu liegen im BAföG-Topf dann immer noch 800 Millionen ungenutzte Euro. Warum werden nicht wenigstens die den Studierenden nicht zugänglich gemacht?“

Der fzs fragt sich zudem, wie das Ganze so ewig dauern konnte. Ackermann: „Das Geld kommt ab Juni, nachdem Studierende vielfach im März ihre Jobs verloren haben. Haben die jetzt zwei bis drei Monate durch ihre Rücklagen überbrückt? Wohl kaum: es sind Studierende, die haben am Ende des Monats schon normalerweise nur Geld für Nudeln mit Ketchup. Es ist also schon ein großer Schaden entstanden.“
Steinmaus resümiert: „Für diese Ministerin scheint es das Wichtigste zu sein, nicht zugeben zu müssen, dass ihre BAföG-Reform im letzten Jahr absolut mangelhaft war. Wie es den Studierenden gerade wirklich geht? Egal. Anja Karliczek fährt eine Verzögerungstaktik und versucht nun mit einem kleinen Nothilfefonds abzulenken. Nein danke. Wir fordern ihren Rücktritt.“

English version:

The Federal Association of student bodies (fzs) published a press release concerning a loan and emergency fonds for students in financial emergencies. This was set up by the Federal Ministry of Education and Research directed by Anja Karliczek.
We as the students’ representatives support their demands.

The fzs cannot believe the ideas proposed by the ministry, which were even delayed by two months and are not promoted as immediate financial aid. Those lacking ideas can only end like this: the minister Anja Karliczek must resign!

Fzs board member Amanda Steinmaus (studying at UDE): “A loan means that people are going to drop out. Especially students whose parents did not go to university and international students will rather end their studies than to overcommit. How can the minister let this happen? In total, the loan equals a failed social system regarding university students. We cannot accept that students are forced to go into dept in order to pay for food and rent.

Fzs board member Leonie Ackermann: “In addition to that, the loan only includes 650€ per month. How are students supposed to pay their bills with only 650€? Rooms in shared apartments averagely cost 353€ per month. 650€ is not enough everywhere. Additionally, many cities have much higher prices.“

Besides the loan there is also going to be an emergency fond.
Steinmaus: “The loan is set up until March 2021. What about the fond? It is not going to last for that amount of time. 100 million for 1 million students who need help? There is no need for a degree in mathematics in order to understand that that’s not enough money. 800 million € still remain untouched in the bafög account. Why should students not be able to access this money?“

The fzs is also concerned why the decision was made this late.
Ackermann: “Students can get the money in June earliest. (Even later for international students) They have lost their jobs in March. Did students use their reserve assets in April and May? No, because they do not have money lying around. The damage has already been done in April and May.“

Steinmaus: “It seems to be the biggest concern for the minister to cover up her insufficient bafög reform last year. She does not care how students are feeling right now. Anja Karliczek is trying to buy herself time and distract with her small emergency fonds. We demand her resignation!“

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